Tabak ist neben Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel weltweit. In Deutschland zählen 44 % der Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren zu den Rauchern. Laut Statistik werden in Deutschland täglich 263 Millionen Zigaretten geraucht. Die Folgen von
Rauchen repräsentieren aber in der Statistik auch einen hohen Anteil, wie beispielsweise:
- In Deutschland sind im Jahr 2005 42.217 Menschen an Erkrankungen gestorben, die mit dem Tabakkonsum in Verbindung gebracht werden können. So verursacht Rauchen, nach dem
heutigen Wissensstand der Medizin, Krebs sowie Herz- und Gefäßkrankheiten.
- Ausserdem sterben in Deutschland jährlich ungefähr 3.300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens.
Beim Rauchen wird das Nikotin freigesetzt, das in der Zigarette enthalten ist, wovon bis zu 95 Prozent im Körper bleiben. Ein Teil des aufgenommen Nikotins erreicht in nur einigen Sekunden (6-7-8) das Gehirn, wo es auf die sog. nicotinergen Acetylcholinrezeptoren wirkt und eine Reihe physiologischer Reaktionen auslöst, wodurch bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet werden.
Das sehr hohe Suchtpotenzial wird neben der direkten Wirkung auf die vorgenannten Acetylcholinrezeptoren vor allem der Beeinflussung des Dopaminsystems, insbesondere dem Belohnungs-Zentrum unseres Gehirns, dem Nucleus Accumbens zugeschrieben.
Die regelmäßig Aufnahme von Nikotin (Rauchen) führt zu einer Vermehrung der zentralen nicotinergen Acetylcholinrezeptoren, wodurch es beim Ausbleiben der Nikotin-Zufuhr zu Entzugssymptomen kommen kann, die zunächst nur unbewusst wahrgenommen werden. Diese Entzugssymptome führen zum erneuten Konsum von Zigaretten und anderen Tabakerzegnissen. Rauchen kann sowohl psychische als auch physische Abhängigkeit verursachen.
Laut Forschung und Statistik können wir grundsätzlich folgende Warnung ausgeben:
- 20 Zigaretten täglich verkürzen das Leben um 6 Jahre
- 10 Zigaretten täglich verkürzen das Leben um 3 Jahre
- 40 Zigaretten täglich verkürzen das Leben um 8 Jahre
Nikotin verursacht aber viele weitere schwere Probleme wie beispielsweise Durchblutungsstörungen. In Zigaretten können aber auch weitere Stoffe wie Kohlenmonoxid, Blausäure, Benzol, Benzpyren nachgewiesen werden.
In der Medizin wird Rauchen und das Einatmen von Tabakrauch als Risikofaktor bei sehr vielen unterschiedlichen Erkrankungen erwähnt. Im Folgendem haben wir für Sie einige Erkrankungen bzw. Krankheiten kurz zusammengestellt, bei denen das Einatmen von Nikotin als Risikofaktor aufgelistet wird:
- verschiedene Krebsarten
- Pankreatitis und Bauchspeicherldrüsenkrebs
- Asthma
- Potenzstörungen
- koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt
- arterielle Verstopfungen
- Aneurysmata
- Bronchitis, Lungenemphysem und weitere Lungenkrankheiten
- Leberzirrhose
- Erkrankungen des Zahnfleisches
Diese sind einige der wichtigsten Erkrankungen bei denen
Rauchen als Risikofaktor aufgelistet wird. Je früher man mit Rauchen beginnt, desto höher das Risiko eines frühzeitigen Todes. Das Risiko einer Erkrankung infolge von Rauchen ist dabei auch von folgenden Faktoren abhängig:
- Zahl der täglich gerauchten Zigaretten
- Dauer des regelmäßigen Rauchens
- Alter ab wann man mit Rauchen anfängt
- Technik beim Rauchen
Rauchen ist aber auch für alle in unserer Umgebung sehr gefährlich, da Passivrauchen auch schwere Folgen haben kann. Bei Kindern von Rauchern treten wesentlich höhere Infektionsanfälligkeiten auf, als bei den Kindern von Nichtrauchern. Neben anderen Faktoren wie Alkoholkonsum, Medikamentenmissbrauch oder einer zu fett- oder zuckerreichen Ernährung gillt Zigarettenrauch als einer der Hauptentstehungsfaktoren für
Freie Radikale, die eine entscheidende Rolle bei der Immunabwehr spielen.
Es ist nie zu Spät aufzuhören und alle Raucher sollten sich darüber nicht nur Gedanken machen sondern sie sollten auch den ersten Schritt auf diesem Weg machen. Planen Sie, mit dem Rauchen aufzuhören, dann können Sie jederzeit Hilfe und Rat in den Apotheken oder bei Ihrem Hausarzt erhalten. Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten und verlängern Sie Ihr Leben um einige Jahre.