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Das Immunsystem - Der natürliche Schutz gegen Krankheitserreger

Ununterbrochen versuchen unterschiedliche Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten usw. in unseren Körper einzudringen. Bakterien, Pilze, Parasiten, Viren usw. befinden sich überall auf der Welt, wie beispielweise in der Luft, in den Nahrungsmitteln, auf der Haut und sogar in unserem Körper. Dabei sind natürlich nicht alle Bakterien und andere Mikroorganismen schädlich, da wir beispielweise in unserem Verdauungssystem auf bestimmte Bakterien angewiesen sind um Gesund bleiben zu können und um richtig zu verdauen.

Die Mikroorganismen, die unserem Körper schaden möchten, gibt es leider auch in grosser Zahl und aus diesem Grund ist unser Körper auf einen vielschichtigen Abwehrmechanismus bzw. Abwehrsystem angewiesen. Unser Abwehrsystem schützt uns von Krankheitserreger und körperfremde Stoffe und bekämpft auch körpereigene Zellen, die dem Organisms schäden könnten.

Als Immunsystem bezeichnet man grundsätzlich das biologische Abwehrsystem der höheren Lebewesen, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Das Wort „immun“ stammt vom lateinischen „immunis“, das so viel wie steuerfrei bedeutet. Im übertragenen Sinne ist aber die Bedeutung des Wortes „unberührt, frei, rein“. Das Immunsystem hat folgende Rollen:
  • es entfernt Mikroorganismen die in den Körper eindringen
  • es entfernt fremde Substanzen die in den Körper eindringen
  • zerstört körpereigene Zellen, die fehlerhaft geworden sind
Beim Immunsystem handelt es sich also um ein komplexes Netzwerk, das aus vielen unterschiedlichen Organen, Zellen sowie Molekülen zusammengestellt ist und das somit auch den wichtigsten Forschungsgegenstand der Immunologie darstellt.

Das Immunsystem spielt eine sehr wichtige Rolle in der Gesundheit aller Lebewesen, da leider alle Organismen ständig bestimmten Einflüssen bzw. Risiken ausgesetzt sind. Ohne ein Immunsystem wäre der Weg in unseren Organismus für alle Mikroorganismen frei, dies könnte also jederzeit zu Funktionsstörungen sowie Erkrankungen führen.

Die wohl bekanntesten Arten von Krankheitserregern sind folgende:
  • Bakterien
  • Viren
  • Pilze
  • Parasiten
Die Existenz eines Lebewesens kann aberr auch durch Veränderungen im  Inneren des Körpers bedroht werden. Normale Körperzellen verlieren mit der Zeit ihre gesunde Funktion und sterben. Diese Zellen bauen sich entweder selbst ab oder müssen vom Organismus abgebaut werden. In einigen Fällen können diese Zellen aber auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Tumoren führen.

Das Immunsystem kann grundsätzlich in zwei grosse Gebiete aufgeteilt werden. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um folgende:
  • angeborene Abwehr
  • adaptive Abwehr
Die angeborene Abwehr, auch als unspezifische Immun-Abwehr bezeichnet, entwickelte sich schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen. Die angeborene Abwehr umfasst grundsätzlich folgende Schutzfunktionen bzw. Schutzmechanismen:
  • anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien,
  • zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose,
  • allgemein entzündliche Reaktionen
  • und das Komplementsystem.
Die obersten Hautschichten sind für fremde Organismen bzw. Fremdkörper nicht leicht zu durchdringen und der pH Wert erschwert diesen den Weg in den Körper. Sollte ein Mikroorganismus es dennoch schaffen die Epithel-Barriere zu überwinden, dann wird er sofort von unterschiedlichen Molekülen und Zellen angegriffen. Die Zellen und Moleküle die die Fremdkörper angreifen werden, können Fremdkörper von den körpereigenen Zellen unterscheiden. Die angeborene Immunabwehr kann durch die vorgenannten Mittel die meisten Krankheitserreger bekämpfen ohne dabei dem Organismus zu schaden.

Die spezifische Immun-Abwehr, auch als adaptive Immun-Abwehr oder als erworbenes Immunsystem bezeichnet, hat sich grundsätzlich im Laufe des Phylogenese der Wirbeltiere aus der angeborenen Immun-Abwehr entwickelt. Diese Immunabwehr zeichnet sich durch die grosse Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus. Durch diese Anpassung sind die Zellen des erworbenen Immunsystems im Stande, Strukturen der Angreiferorgansimen zu erkennen und Abwehrmechanismen bzw. Antikörper zu bilden. Die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität werden neben der antigenpräsentierenden Zellen auch von folgenden zwei Zellengruppen dargestellt:
  • T-Lymphozyten
  • B-Lymphozyten
Die adaptive Immunabwehr ersetzt jedoch keinsewegs das angeborene Immunsystem. Die verschiedenen Teile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig und eine komplexe Immunreaktion des Organismus kann nur durch eine gut koordinierte Zusammenarbeit der angeborenen und der adaptiven Immunabwehr ermöglicht werden.

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