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Gehapparat

Untere Extremität
Als untere oder auch freie Extremität wird in der Medizin das Bein des Menschen bezeichnet. Diese Extremität dient der Fortbewegung und wird bei Säugetieren die auf vier Füssen stehen als hintere Extremität bezeichnet. Die untere Extremität ist aus folgenden Knochen zusammengestellt:

Hüfte (Coxa)
  • Das Hüftbein (Os coxae), zusammengewachsen aus drei Knochen:
    • Darmbein (Os ilium)
    • Schambein (Os pubis)
    • Sitzbein (Os ischii)
Die Beinknochen
  • Oberschenkelknochen (Femur)
  • Kniescheibe (Patella)
  • Unterschenkelknochen (Ossa cruris)
    • Schienbein (Tibia)
    • Wadenbein (Fibula)
Die Fußknochen
Der Fuß besteht aus sechsundzwanzig Knochen. Die Fußwurzel (Tarsus) besteht aus sieben Knochen
  • Sprungbein (Talus)
  • Fersenbein (Calcaneus)
  • Kahnbein (Os naviculare)
  • Würfelbein (Os cuboideum)
  • Drei Keilbeine (Os cuneiforme mediale, intermedium et laterale)
  • Fünf Mittelfußknochen (Ossa metatarsi, durchnummeriert I-V)
  • Zwei Sesambeine (Ossa sesamoidea) im Mittelfuß-Zehen-Gelenk (Metatarsophalangealgelenk) des Großzehs
  • Die Zehen bestehen aus jeweils drei Knochen (Phalanx proximalis, media, et distalis, durchnummeriert I-III), die Großzehen (I) nur aus zwei Knochen.
Akzesorische Knochen
Zusätzlich zu den vorgenannten Knochen bzw. Knochengruppen gibt es einige Knochen, die nur bei einem kleineren Teil der Bevölkerung auftreten. Zu den Akzesorischen Knochen, die nicht bei allen Personen wieder zu finden sind, gehören unter anderem folgende:
  • Zusätzliche Rippen
    • Halsrippen als zusätzliche Rippe am siebten Halswirbel (klinisch relevant, Halsrippensyndrom)
    • Lendenrippen am ersten Lendenwirbel
  • Akzessorische Fußknochen, z.B.
    • Os tibiale externum, Os intermetatarseum, Os trigonum, Os supranaviculare, Os vesalianum, Os peroneum
Der Knochen wir von einer Bindegewebshaut, der Knochenhaut umgeben, die ihm eng anliegt. Die eigentliche Knochensubstanz wird in die äussere Substantia corticalis und die innere Substantia spongiosa gegliedert. Im Inneren ist bei langen Knochen eine Markhöle ausgebildet. Das Knochenmark befindet sich in der Markhöle sowie in den Zwischenräumen der Spongiosa. Das Knochenmark wird mit der Zeit durch gelbes Fettmark ersetzt und bleibt somit nur in den wenigsten Knochen erhalten.  Hierzu zählen u.a. folgende: Rippen, Brustbein, Wirbelkörper, Hand- und Fusswurzelknochen, platte Schädelknochen und Becken.

Die Knochensubstanz wird aus Knochenzellen zusammengesetzt, die in der Medizin Osteozyten bezeichnet werden. Die Osteozyten werden dabei in die sog. Knochenmatrix eingebettet und sind miteinander durch Zellfortsätze verbunden. Die Versorgung der Osteozyten mit Nähr- sowie Sauerstoffen erfolgt über eine eigenes Blutgefäßsystem. Die sogenannte Knochenmatrix wird aus folgenden Elementen zusammengestellt:
  • 10 % aus Wasser
  • 20 % aus organischen Materialien
  • 70 % aus anorganischen Stoffen