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Fastenarten / Verschiedene Möglichkeiten des Fastens
„Fasten kann man auf vielen möglichen Wegen sowie
mittels vielen unterschiedlichen Methoden“

Fasten hat sich mit der Zeit sehr viel entwickelt und dabei wird diese Entwicklung sowohl vom wissentschaftlichen Vorsprung als auch von Moden sowie neuen Ideen stark beenlfusst.  Alle Fastenarten haben aber einen gemeinsamen Punkt und zwar, dass während der Fastenzeit der Körper und Geist entspannt werden bzw. der Körper von vielen unterschiedlichen Giftstoffen gereinigt wird.

Die wohl bekanntesten sowie meist in Anspruch genommenen Fastenarten weltweit sind zur Zeit:
  • Totales Fasten/Nulldiät
  • Modifiziertes Fasten
  • Molke oder Buttermilch-Trinkkur
  • Saftfasten
  • Buchinger Heilfasten
Im Folgendem haben wir für Sie die einzelnen Fastenarten kurz zusammen mit einigen wichtigen Informationen sowie Tipps zusammengestellt. Wir hoffen, dass folgende Informationen für Sie von Nutzen sein werden, wenn Sie auf der Suche nach einer passenden Fastenart sind.

Totales Fasten/Nulldiät bzw. Wasserfasten
“Die wohl strengste Art des Fastens“

Hierbei handelt es sich grundsätzlich um die strengste Form des Fastens. Diese Fastenart sollte optimalerweise nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Möchten Sie diese Methode anwenden, dann empfehlen wir Ihnen, Ihren Hausarzt zu konsultieren.

Bei dieser Fastenart wird grundsätzlich auf jegliche Kalorienzufuhr verzichtet und man darf nur Wasser oder Tee zu sich nehmen. Hierdurch kommt es zu einer starken Gewichtsabnahme und zur Reinigung sowie Entschlackung des gesamten Körpers. Ausserdem werden durch Wasserfasten auch die körpereigenen Abwehrkräfte in kürzester Zeit aktiviert.

Totales Fasten oder Wasserfasten bedeutet, täglich mindestens 3 Liter Flüssigkeit aufzunehmen und auf die solide Nahrungsaufnahme zu verzichten. Die täglich aufgenommene Flüssigkeit sollte grundsätzlich folgenderweise aufgeteilt werden:
  • 5-6 Tassen Kräutertee,
  • mind. 2 Liter Wasser, (Mineral- oder Leitungswasser)
Sollten Sie sich für diese Fastenart entscheiden, dann empfehlen wir Ihnen, auf die Auswahl der richtigen Teesorten genau zu achten. Kräutertee kann viele unterschiedliche Heilmittel enthalten und hilft ausserdem stark bei der Entgiftung des Körpers.
  • Entgiftend und entschlackend sind folgende Teesorten: Anis, Brennnessel, Himbeere, Pfefferminze, Salbei, Kümmel usw.
  • Einen beruhigenden Effekt haben: Baldrian, Johanniskraut, Lavendel, Ringelblume, Weißdorn und noch viele andere.
  • Magen- und darmfreundlich sowie auch eine richtige Hilfe bei Erkältungen ist unter anderen der gute alte Kamillentee.
Während des Tee- bzw. Wasserfastens nimmt man grundsätzlich nur Flüssigkeiten zu sich die zu einem grossen Teil aus Tee bestehen. Aus diesem Grund ist die Qualität der ausgewählten Teesorten äußerst wichtig. Während der Fastenzeit sollte man nur die Teesorten trinken, die von Farbstoffen, synthetischen Aromen sowie Konservierungsmitteln frei sind. Tee sollte man ausserdem entweder ungesüßt oder nur mit ein wenig Honig trinken.

Totales Fasten bzw. Wasserfasten sollte grundsätzlich nicht länger als 2-3 Tage dauern. Planen Sie eine längere Fastenzeit, dann empfehlen wir Ihnen, den Kontakt mit Ihrem Hausarzt aufzunehmen um unangenehme Überaschungen vermeiden zu können.

Modifiziertes Fasten
“Fasten mit neuen Zutaten bzw. Formulardrinks“

Diese Form des Fastens wurde in den Vereinigten Staaten entwickelt und wird heutzutage häufig in Kliniken als Therapie bei starkem Übergewicht angewandt. Um den Abbau der körpereigenen Eiweiße aus Muskeln zu stimulieren, sollte beim modifizierten Fasten täglich 30 bis 50 g Eiweiß in Form von Formulardrinks getrunken werden. Die Formulardrinks beinhalten ausserdem auch eine kleinere Menge Kohlenhydrate sowie bis zu 7 g Fett. Die Tage während der Fastenzeit sollten also wie folgt aussehen:
  • Formulardrinks (in vorgeschriebener Menge)
  • Wasser oder Tee (2 bis 3 Liter)
Modifiziertes Fasten oder Wasserfasten kann Ihnen dabei helfen, schnell Gewicht zu verlieren wenn Sie beispielweise vor einer Operation darauf angewiesen sind. Diese Fastenarten sollten aber optimalerweise unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden um komplikationen bzw. Seiteneffekte ausschliessen zu können.

Möchten Sie Wasserfasten oder Modifiziertes Fasten für die Reinigung des Körpers anwenden, dann reichen dafür auch 1 bis 2 Tage aus. Fastenzeiten die länger als 1 bis 2 Tage dauern werden, sollten zusammen mit einem Fachman geplant werden. Ausserdem sollte man sich auch beim Hausarzt darüber informieren, ob man sich für Fasten überhaupt entscheiden sollte oder nicht.

Molke oder Buttermilch-Trinkkur
“Die wohl bekannteste Form von Fasten in Deutschland“

Hierbei handelt es sich um eine sehr häufig in Anspruch genomme Art des Fastens. Molke oder Buttermilch-Trinkkur ist eigentlich eine veränderte Form des totalen bzw. Wasserfastens. Bei dieser Fastenart wird täglich ein Liter Molke oder Buttermilch auf kleinere Portionen aufgeteilt getrunken.

Um die richtige Flüssigkeitsmenge von täglich 2-3 Liter erreichen zu können, muss man den Alltag mit Kräutertee, BIO Früchtetee oder Wasser ausfüllen. Diese Fastenform ist sehr vorteilhaft, da durch den Einsatz von Milchprodukten der Abbau von körpereigenem Eiweiß verhindert wird.

Saftfasten
“Wasserfasten ergänzt mit Obst- und Gemüsesäften“

Saftfasten wird in den häufigsten Fällen zur Reduktion des Körpergewichts durchgeführt. Versprochen wird bei dieser Fastenart eine Gewichtsreduktion von bis zu 5 Kg in einer Woche. Saftfasten unterscheidet sich von Wasserfasten bzw. totalem Fasten, da hierbei neben Wasser täglich ein bis zwei Liter frisch gepresster Obstsaft oder Gemüsesaft erlaubt sind.

Wie beim Fasten üblich, beginnt Saft-Fasten mit den sogenannten Entlastungstagen. In diesen Tagen wird die solide Nahrungsaufnahme vermindert und durch Flüssigkeiten ersetzt. Während des Fastens sollte man täglich nur Wasser und Säfte mit einem Energiegehalt von ungefähr 300 kcal zu sich nehmen.

Nach der Fastenzeit ist der nächste Schritt der Wiederaufbau. Die Aufbauphase dauert nur einige Tage und in dieser Zeit sollte man stufenweise die solide Nahrung wieder aufnehmen.

Saftfasten fördert den Abbau von Muskelmasse und den Verlust von Wasser, wodurch es zu einem starken Gewichtverlust kommen kann. Im Folgenden haben wir für Sie auch einige Nachteile des Saftfastens kurz zusammengefasst:
  • Durch Saftfasten gelangen Nährstoffe in nicht ausreichender Menge in den Organismus.
  • Fasten ist nur für gesunde erwachsene Menschen zu empfehlen. Ein Arztbesuch ist aber bei allen Personen empfehlenswert, bevor man mit Fasten beginnt.
  • Das Organismus wird während der Fastenzeit geschwächt.
  • Der niedrigere verbrauch von Kalorien begünstigt den sogenannten Jo-Jo-Effekt. Nach der Fastenzeit kann man die verlorenen Pfunde leicht wieder aufnehmen.
  • Beim Fasten haben wir eine sehr eintönige Ernährung.
Sollte man nach der Fastenzeit die falschen Ernährungsgewohnheiten nicht aufgeben, so werden die Resultate schnell verschwinden und man nimmt die verlorenen Pfunde schnell wieder auf. Um Fasten richtig durchführen zu können, sollte man vor der Fastenzeit einem Fachman bzw. den Hausarzt konsultieren.

Buchinger Heilfasten
Heilfasten nach der Otto Buchinger Methode“

Der Begriff „Heilfasten“ wurde vor knapp hundert Jahren von Dr. Otto Buchinger geprägt. Dr. Otto Buchinger, Gründer der Klinik in Witzenhausen (1920) wußte schon aus eigener Erfahrung, daß viele Erkrankungen durch Fasten geheilt oder gelindert werden können. Er nannte Fasten durch gute Atmosphäre sowie unter erfahrener ärztlicher Aufsicht, den „Königsweg der Heilkunst“.

Fasten ist, wie bereits erwähnt nicht nur therapeutisch sondern hat auch einige vorbeugende bzw. präventive Seiten. Diese Fastenart wird zum grössten Teil als Möglichkeit der Selbsterfahrung sowie der Reinigung des Körpers praktiziert. Eine Fastenkur dauert durchschnittlich drei bis vier Wochen und ist aus folgenden Schritten zusammengestellt:
  • Vorbereitungstage oder Entlastungstag
  • Fastenzeit
  • Aufbautage
Die Vorbereitung aufs Fasten besteht aus 1 bis 3 Entlastungstagen, bei denen etwa 600 Kalorien täglich in Form von Obst, Reis und anderen leichten Nahrungsmitteln gegessen werden.

Am ersten Tag des eigentlichen Fastens gibt es eine Darmreinigung durch einen Einlauf. Auch bei dieser Art des Fastens wird über den Tag verteilt 2 bis 3 Liter Flüssigkeit getrunken. Der Tag sollte mit Buchinger Heilfasten grundsätzlich folgenderweise aussehen:
  • Morgens: 1-2 Tassen Kräutertee
  • Mittags: 1-2 Tassen Gemüsebrühe
  • Nachmittags: 1-2 Tassen Kräutertee
  • Abends: 1-2 Tassen ungezuckerter Fruchtsaft oder Obstsaft
Beim Buchinger Heilfasten sollte alle zwei Tage eine erneute Darmentleerung mittels eines Einlaufs erfolgen. Beim Fasten steht der ganzheitliche Effekt für Körper und Geist im Vordergrund. Mahlzeiten sollten immer langsam und bewusst verzehrt werden. Alle, die mit einem "herkömmlichen" Joghurt nicht zufrieden sind oder keinen wirklichen "Erfolg" damit haben, können ihren Joghurt jetzt auch selber herstellen und Joghurt ist eine leicht Speise also ideal nach der Fastenzeit.

Während der Fastenzeit ist es sehr wichtig, so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft zu verbringen. Bewegung ist sehr wichtig während der Fastenzeit um mit den erhofften Ergebnissen rechnen zu können. Immer mehr Leute die sich für Fasten entscheiden, buchen einen Fastenurlaub.

Am Ende der Fastenzeit steht dann die sogenannte Aufbauphase. Die Aufbauphase sollte ungefähr 3 Tage lang sein und in dieser Zeit nimmt man die solide Nahrungsaufnahme wieder auf.

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