Eine alljährliche Frühjahrskur aus der
Naturheilkunde vertreibt die Müdigkeit, stärkt die Gesundheit und beugt frühzeitigem Altern vor. Dazu bietet sich besonders eine Entschlackungskur mit heimischen Wildkräutern an, die auf Wiesen und im Garten gesammelt werden können und als köstlich-gesunde Mahlzeiten Schwung in den Stoffwechsel bringen.
Schlacken sind Abfallprodukte von Stoffwechselvorgängen im Körper
Im Winter, wenn die Nahrung Vitamin- und der Mensch bewegungsärmer ist, sammeln sich Schlackenstoffe im körperlichen Bindegewebe an, die den Transport von wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen zwischen Blutgefäßen und
Organzellen erschweren. Mit der umgangssprachlichen Bezeichnung „Schlacken“ sind beispielsweise überschüssige Nahrungseiweiße gemeint, die sich an Gefäßwände ablagern, aber auch Abfallprodukte aus Stoffwechselprozessen (Harnsäure, Ammoniak u.a.) und chronischen Entzündungen. Diese behindern die Durchlässigkeit in den Zellzwischenräumen. Häufen sich die Schlacken Jahr für Jahr weiter an, droht eine Unterversorgung und frühzeitige Alterung der Zellen, wobei die Gefahr für die Entwicklung verschiedener (Stoffwechsel-) Erkrankungen steigt.
Die Kräuterkur wirkt verjüngend auf die Körperzellen
Als ideale Entschlackungskur im Frühjahr kann die Kur mit
Wildkräutern und Wildgemüse bezeichnet werden, weil diese Pflanzen in direkter Umgebung massenhaft wachsen und jederzeit, frisch zubereitet, ihre volle Wirkung entfalten können. Zentrale Entgiftungsorgane wie Leber, Darm und Nieren werden durch die Kur gestärkt und angeregt. Kochsalz, das in unserem Körper zumeist übermäßig vorkommt, wird aus dem Körper geschwemmt. Die natürliche Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen lässt den Sauerstoffgehalt im Gewebe wieder ansteigen und beschleunigt enzymatische Vorgänge, die bereits entstandene Defekte im Stoffwechsel rückgängig machen können. Schlacken aus Eiweißen und Stoffwechselabfallprodukten werden dadurch aus dem Körper ausgeschieden, sodass der Transportweg zwischen Blutgefäßen und Organzellen wieder durchlässig wird. So kann die frühzeitige Alterung und das Absterben von Zellen verhindert werden.
Die Entschlackungskur in der Praxis
Die Kur sollte über zwei Wochen durchgeführt werden. Begonnen wird mit einem Einlauf oder Trockenobst zur sanften Darmentleerung. Neben den Kräutern sind Obst und Gemüse erlaubt, dazu wenige Milchprodukte. Im Wechsel sollte ein reiner Safttag mit Obst- und Gemüsesäften auf einen Tag mit fester Nahrung folgen. Die Säfte werden frisch hergestellt und die Wildkräuter nach Belieben darunter gemixt.
Geeignet sind unzählige
Kräuter, darunter Löwenzahn, Kresse, Sauerampfer, Brennnesseln, Schafgarbe, Huflattich, Distel- und Wegericharten und sogar „berüchtigtes“ Unkraut wie Gundermann oder der Gewöhnliche Geißfuß, auch als Giersch bekannt. Die Wildkräuter sind wie Spinat, in Suppen, Saucen, Salaten, Quarkspeisen oder gehackt als Gewürz zu verwenden. Als
vegetarischer Brotaufstrich eignet sich Butter, die mit kleingeschnittenen Wildkräutern, etwas Knoblauch und Zitronensaft vermengt, in Alufolie gut gekühlt aufbewahrt werden kann.
Quark kann mit etwas Leinöl verrührt und ein paar Kräutern versetzt zu Pellkartoffeln und Wildkräutersalat genossen werden. Der Fantasie ist kaum Grenzen gesetzt, wichtig ist, dass zu den Wildkräutern vollwertige und biologisch produzierte Nahrungsmittel verwendet werden. Getrunken werden reichlich frisches Wasser und Kräutertees.
Gefördert wird der Entschlackungsprozess durch weitere Maßnahmen wie Trockenbürsten, Gymnastik- oder Yogaübungen, Schwimmen, ausgiebige Spaziergänge, Saunabesuche und Meditation. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin, 07.03.2010)
Informationen über den
Ginkgo Baum finden Sie auf zauber-kraut.de.